Gaspreise auf tiefestem Stand seit 10 Jahren

Zu Beginn der Heizperiode gibt es gute Nachrichten für deutsche Gaskunden. Aktuell sind die Gaspreise so günstige wie seit über 10 Jahren nicht mehr. Weil die Versorger günstige Beschaffungskosten an die Verbraucher weitergeben können, werden die Preise auch im kommenden Jahr weiter sinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox.

So sank der erivox-Verbraucherpreisindex im Verglich zum Vormonat um 0,4 Prozent und erreichte im November den 10-Jahres-Tiefstwert von 1.180 Euro. Diese Summe muss ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) im bundesweiten Durchschnitt aktuell bezahlen. Ein vergleichbar niedriger Wert wurde letztmalig im Dezember 2005 erreicht – die durchschnittlichen Gaskosten lagen damals bei 1.156 Euro. Alles lesen 


Gaspreise sinken bei vielen Versorgern

Gute Nachrichten gibt es aktuell für Gaskunden: Derzeit senken viele Versorger die Preise. Schon im Oktober und November haben 32 Gasversorger die Preise gesenkt, weitere haben Preissenkungen für Dezember und Januar angekündigt.

Von den bereits bekannten Gaspreissenkungen können rund 1,6 Millionen Haushalte profitieren. Dabei sinken die Gaspreise im Durchschnitt um rund fünf Prozent. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden ergibt das eine Einsparung von 73 Euro im Jahr. Allerdings senken einzelne Versorger die Gaspreise jedoch noch weiter. So hat unter anderem die e-rp GmbH in Rheinland-Pfalz angekündigt, dass der Gaspreis in der Grundversorgung um rund 12 Prozent sinken wird. Damit würde eine vierköpfige Familie im Jahr immerhin etwa 195 Euro sparen. Alles lesen 


Gaspreise: Ohne Einigung von Gazprom und E.ON keine Entspannung absehbar

Keine Entwarnung bei den Gaspreisen: E.ON und Gazprom können sich nicht einigen

Für Kunden, die von den Stadtwerken mit Gas beliefert werden, sind auch weiterhin keine Preissenkunden in Sicht. Der russischen Gasexporteur Gazprom und der deutsche Energieriese E.ON konnten sich nicht über die künftige Höhe der Gaspreise einigen. Dabei lief am Wochenende eine Frist in den Lieferverträgen aus, die eine Neuverhandlung der Preise erlaubt hätte.

Wie die ARD meldet, sei allerdings noch offen, ob diser Zeitraum noch einmal bis in den Juli hinein verlängert werden könnte. Von E.ON gab es zunächst keinen Kommentar. Die Auseinandersetzung ist wichtig für die gesamte Gasbranche und hat deshalb Auswirkungen auf die Gaspreise hunderttausender Verbraucher. Einerseita liefert Gazprom rund ein Drittel des gesamten in Deutschland verbrauchten Erdgases; von der E.ON-Tochter Ruhrgas hingegen beziehen zahlreiche Stadtwerke und kleinere Versorger ihr Gas.

Dabei kämpft gerade Rhurgas seit langem für niedrigere Einkaufspreise. Das Unternehmen hat mit Gazprom Lieferverträge mit einer sehr langen Laufzeit vereinbart, in denen die Gaspreise an die Entwicklung der Ölpreise gebunden sind Alles lesen 


Gaspreisentwicklung: viele Stadtwerke durch Ölpreisbindung unter Druck

Gaspreise: Massiver Anstieg ab April erwartet. | Bild: GASAG
Immer mehr Gasversorger leiden unter den erneut gestiegenen Ölpreisen. Durch langfristige Lieferverträge mit einer Ölpreisbindung haben sie mit steigenden Beschaffungskosten kämpfen. Deshalb rechnen Energieexperten in naher Zukunft mit einer Welle von Preiserhöhungen. Andere Anbieter können dagegen ihre Gaspreise sogar senken. Ein Wechsel lohnt sich für Verbraucher damit immer mehr.

Viele Gasversorger haben leiden derzeit unter langfristigen, ölpreisgebundenen Lieferverträgen für Gas. Dabei geht es am Ende nicht nur viel Geld, sondern auch um verlorene Kunden.

Lieferverträge mit Ölpreisbindung – das dicke Ende kommt jetzt

Verträge mit Ölpreisbindung gehören für Privatkunden glücklicherweise zur Vergangenheit. Viele Versorger beschaffen ihr Gas jedoch nach wie vor über Lieferverträge, die sich an den Preisen für leichtes Heizöl orientieren. Die sanken während der Wirtschaftskrise deutlich, deswegen verlängerten viele Gasanbieter derartige Beschaffungsverträge oder schlossen sogar neue ab. Doch die Rechnung ging nicht auf: Die Wirtschaft erholte sich wesentlich schneller als erwartet, die Ölpreise erreichen seit Monaten neue Rekordhöhen, und ein Ende ist bislang nicht in Sicht. Die gestiegenen Erdölpreise wirken sich mit einer Verzögerung von circa 6 Monaten auf die Gaspreise aus.

Dieser Ölpreis-Bumerang wird spätestens am 1. April voll bei vielen Gasanbietern einschlagen, zitiert Dow Jones Energy Weekly mehrere Energieexperten. Die an das Öl gebunden Lieferverträge werden dann angepasst und damit teurer, während die Wettbewerber viel günstieger an den Energiebörsen einkaufen kann. Dadurch wird der Unterschied zwischen den Beschaffungskosten der einzelnen Gasversorger noch größer. Schon jetzt gibt es hier Differenzen von bis zu 40 Prozent. Viele Anbieter werden die steigenden Kosten über steigende Gaspreise an die Verbraucher weiter geben

Vor allem Grundversorger sind betroffen

Nach Einschätzung der Experten werden vor allem viele Stadtwerke – und damit überdurchschnittlich viele Grundversorger – aber auch einige deutschlandweite Gasanbieter Alles lesen 


Gaspreisentwicklung 2010 zeigt Kostenanstieg um 29 Prozent

Im Jahr 2010 haben 242 der 703 Grundversorger ihre Gaspreise um bis zu 29 Prozent (333 Euro p.a.) erhöht. 144 Gasanbieter senkten dagegen ihre Preise – in der Spitze um 23 Prozent (434 Euro p.a.). Dies ergab eine deutschlandweite Analyse von CHECK24 zur Gaspreisentwicklung 2010 bei den Grundversorgern, berechnet für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt (20.000 kWh).

242 Grundversorger hoben den Gaspreis im Durchschnitt um 8,5 Prozent (106 Euro p.a.) an. Am stärksten trafen die Erhöhungen die Verbraucher in Sehnde (Niedersachsen): Der dortige Grundversorger erhöhte die Gaspreise um 29 Prozent (333 Euro p.a.).
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