Gasmarkt: Statoil will Gasanbieter in Deutschland werden

Die deutschen Gasversorgern müssen sich auf einen neuen Wettbewerber einstellen: der norwegische Statoil-Konzern plant, beim Erdgas ins Endkundengeschäft einzusteigen und als Gasanbieter selbst Endkunden zu beliefern. Vor allem bei Gaskraftwerken sieht das Unternehmen Wachstumschancen.

Den eigenen Kunden Konkurrenz machen – das plant der norwegische Statoil-Konzern. Bisher trat das Unternehmen in Deutschland nur als Vorlieferant von Ferngasgesellschaften wie E.ON Ruhrgas in Erscheinung, die wiederum kleinere Stadtwerke und Gasanbieter beliefern. Diesen Zwischenhandel will Statoil nun umgehen: Man plane, Gas direkt an Industriekunden und andere Endabnehmer zu verkaufen, so der für das internationale Gasgeschäft zuständige Manager Rune Björnson im Gespräch mit der Financial Times Deutschland.
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Gaspreisentwicklung: viele Stadtwerke durch Ölpreisbindung unter Druck

Gaspreise: Massiver Anstieg ab April erwartet. | Bild: GASAG
Immer mehr Gasversorger leiden unter den erneut gestiegenen Ölpreisen. Durch langfristige Lieferverträge mit einer Ölpreisbindung haben sie mit steigenden Beschaffungskosten kämpfen. Deshalb rechnen Energieexperten in naher Zukunft mit einer Welle von Preiserhöhungen. Andere Anbieter können dagegen ihre Gaspreise sogar senken. Ein Wechsel lohnt sich für Verbraucher damit immer mehr.

Viele Gasversorger haben leiden derzeit unter langfristigen, ölpreisgebundenen Lieferverträgen für Gas. Dabei geht es am Ende nicht nur viel Geld, sondern auch um verlorene Kunden.

Lieferverträge mit Ölpreisbindung – das dicke Ende kommt jetzt

Verträge mit Ölpreisbindung gehören für Privatkunden glücklicherweise zur Vergangenheit. Viele Versorger beschaffen ihr Gas jedoch nach wie vor über Lieferverträge, die sich an den Preisen für leichtes Heizöl orientieren. Die sanken während der Wirtschaftskrise deutlich, deswegen verlängerten viele Gasanbieter derartige Beschaffungsverträge oder schlossen sogar neue ab. Doch die Rechnung ging nicht auf: Die Wirtschaft erholte sich wesentlich schneller als erwartet, die Ölpreise erreichen seit Monaten neue Rekordhöhen, und ein Ende ist bislang nicht in Sicht. Die gestiegenen Erdölpreise wirken sich mit einer Verzögerung von circa 6 Monaten auf die Gaspreise aus.

Dieser Ölpreis-Bumerang wird spätestens am 1. April voll bei vielen Gasanbietern einschlagen, zitiert Dow Jones Energy Weekly mehrere Energieexperten. Die an das Öl gebunden Lieferverträge werden dann angepasst und damit teurer, während die Wettbewerber viel günstieger an den Energiebörsen einkaufen kann. Dadurch wird der Unterschied zwischen den Beschaffungskosten der einzelnen Gasversorger noch größer. Schon jetzt gibt es hier Differenzen von bis zu 40 Prozent. Viele Anbieter werden die steigenden Kosten über steigende Gaspreise an die Verbraucher weiter geben

Vor allem Grundversorger sind betroffen

Nach Einschätzung der Experten werden vor allem viele Stadtwerke – und damit überdurchschnittlich viele Grundversorger – aber auch einige deutschlandweite Gasanbieter Alles lesen 


Gas-Servicestudie 2010: 100 Gasanbieter im Vergleich

Verivox hat mit der Gas-Servicestudie 2010 die Vertragsgestaltung und die Servicequalität der 100 wichtigsten Gasanbieter in Deutschland untersucht. Gesamtsieger mit sehr guten Noten in beiden Bereichen wurde die Mainova AG.

Für die Bewertung der Gasanbieter hat Verivox ein gewichtetes Verfahren entwickelt, welches die Vertragsgestaltung und die Serviceleistungen eines Gastarifs nach Kundenfreundlichkeit einschätzt. Das Verfahren wird bereits seit dem Jahr 2005 auf den Strommarkt und seit 2009 auf den Gasmarkt angewendet. Die Ergebnisse der Studie werden auf der jeweiligen Tarifseite bei Verivox.de dargestellt, um Verbrauchern einen schnellen Überblick zu ermöglichen. Alles lesen 




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