Neue Gasanbieter-Studie: Mainova und EnBW auf den Spitzenplätzen

Mainova und ENBW sind Sieger der neuen Studie

In einer jetzt von CHECK24 veröffentlichten Gasanbieter-Studie haben die Versorger Mainova und EnBW am besten abgeschnitten. Beide Unternehmen haben jeweils eine Gesamtnote von 1,5 erhalten. Getestet wurden die Grundversorger und die fünf günstigsten Alternativversorger in den zehn größten Städte Deutschlands. Bewertet wurden die Vertragsbedingungen und der Kundenservice sowie die Gaspreise.

Mit dem Tarif “Erdgas Direkt” konnte die Mainova punkten. Der Frankfurter Versorger für seine AGB die Note “sehr gut”, für den Kundenservice ein “gut”. Damit landete das Unternehmen knapp vor der EnBW. Der baden-württembergische Energiekonzern zeigte einen besonders gutem Kundenservice und wurde in diesem Bereich als einziger Anbieter im Test mit “sehr gut” bewertet. Auf dem dritten Platz findet sich mit den Stadtwerken Düsseldorf ebenfalls ein etablierter Versorger.

Mit besonders günstigen Gaspreisen hingegen machten die Discount-Anbieter auf sich aufmerksam. Der Anbieter FlexGas hatte zum Beispiel in allen untersuchten Städten die billigsten Tarife im Angebot. Alles lesen 


Gaspreis: ENBW und 40 weitere Versorger werden teurer

Gas wird teurer: EnBW und weitere Versorger kündigen Erhöhungen an

Die Gaspreise steigen weiter: Der Versorger EnBW kündigte eine Preiserhöhung um knapp zehn Prozent zum 1. August an, ausserdem haben bereits weitere 37 Grundversorger steigende Gaspreise ab Juli und August angekündigt. Damit steigen die Preise um bis zu 18 Prozent.

Bei der EnBW müssen künftig im Grundversorgungstarif ErdgasPlus 0,64 Cent pro Kilowattstunde mehr bezahlt werden. Für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden ergeben sich dadurch 128 Euro mehr für die jährliche Gasrechnung. Die dickste Steigerung müssen Kunden der Stadtwerke Verden hinnehmen: hier muss die Musterfamilie sogar 196 Euro mehr bezahlen – das ist ein Plus von knapp 18 Prozent. Im Durchschnitt der 38 Versorger steigen die Preise um gut zehn Prozent oder 137 Euro.

In den vergangenen Monaten hatten bereits mehrere Gasversorger ihre Tarife erhöht. Hauptgrund sind die hohen Ölpreise, die unter anderem durch die Krisen in Nahost und Nordafrika stark gestiegen waren. In Privatkundenverträgen gibt es zwar keine Ölpreisbindung mehr – wohl aber in den Lieferverträgen, die zahlreiche Gasversorger mit Erdgas-Fördergesellschaften und Vorlieferanten geschlossen haben. Weil die Gaspreise den Öl-Notierungen mit einigen Monaten Verzögerung folgen, Alles lesen 


EnBW mit erweitertem Bioerdgas-Angebot

Bild: © EnBW

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG baut ihr Engagement für erneuerbare Energien auch im Gasbereich aus. Dank zweier eigener Bioerdgas-Anlagen bietet die EnBW seit kurzem Tarife an, bei denen das Gas ganz oder teilweise aus nach wachsenden Rohstoffen produziert wird. Als Haus­besitzer kann man zum Beispiel mit dem Produkt „EnBW Bioerdgas 10“ zentrale Vorgaben des Landeswärmegesetzes erfüllen.

Weil Pflanzen beim Wachsen so viel CO2 binden, wie später bei der Bioerdgas-Verbrennung freigesetzt wird, weist Bioerdgas eine deutlich bessere Klimabilanz als fossile Brennstoffe auf. Zudem werden in den beiden Anlagen des EnBW-Konzerns in Laupheim (Kreis Biberach) und Blaufelden (Kreis Schwäbisch Hall) nur pflanzliche Rohstoffe aus der Region Baden-Württemberg verwendet, also zum Beispiel Mais, Ganzpflanzensilage oder Gras. „Bioerdgas reiht sich in das vielfältige Engagement der EnBW für eine zukunftsfähige Energieversorgung ein. Mit unseren Angeboten können jetzt deutlich mehr Gasverbraucher als bisher auf einfache Weise etwas für den Klimaschutz und die regionale Landwirtschaft tun“, erläutert Gerhard Kleih, Geschäftsführer der EnBW Gas GmbH.
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Gaspreisentwicklung: viele Stadtwerke durch Ölpreisbindung unter Druck

Gaspreise: Massiver Anstieg ab April erwartet. | Bild: GASAG
Immer mehr Gasversorger leiden unter den erneut gestiegenen Ölpreisen. Durch langfristige Lieferverträge mit einer Ölpreisbindung haben sie mit steigenden Beschaffungskosten kämpfen. Deshalb rechnen Energieexperten in naher Zukunft mit einer Welle von Preiserhöhungen. Andere Anbieter können dagegen ihre Gaspreise sogar senken. Ein Wechsel lohnt sich für Verbraucher damit immer mehr.

Viele Gasversorger haben leiden derzeit unter langfristigen, ölpreisgebundenen Lieferverträgen für Gas. Dabei geht es am Ende nicht nur viel Geld, sondern auch um verlorene Kunden.

Lieferverträge mit Ölpreisbindung – das dicke Ende kommt jetzt

Verträge mit Ölpreisbindung gehören für Privatkunden glücklicherweise zur Vergangenheit. Viele Versorger beschaffen ihr Gas jedoch nach wie vor über Lieferverträge, die sich an den Preisen für leichtes Heizöl orientieren. Die sanken während der Wirtschaftskrise deutlich, deswegen verlängerten viele Gasanbieter derartige Beschaffungsverträge oder schlossen sogar neue ab. Doch die Rechnung ging nicht auf: Die Wirtschaft erholte sich wesentlich schneller als erwartet, die Ölpreise erreichen seit Monaten neue Rekordhöhen, und ein Ende ist bislang nicht in Sicht. Die gestiegenen Erdölpreise wirken sich mit einer Verzögerung von circa 6 Monaten auf die Gaspreise aus.

Dieser Ölpreis-Bumerang wird spätestens am 1. April voll bei vielen Gasanbietern einschlagen, zitiert Dow Jones Energy Weekly mehrere Energieexperten. Die an das Öl gebunden Lieferverträge werden dann angepasst und damit teurer, während die Wettbewerber viel günstieger an den Energiebörsen einkaufen kann. Dadurch wird der Unterschied zwischen den Beschaffungskosten der einzelnen Gasversorger noch größer. Schon jetzt gibt es hier Differenzen von bis zu 40 Prozent. Viele Anbieter werden die steigenden Kosten über steigende Gaspreise an die Verbraucher weiter geben

Vor allem Grundversorger sind betroffen

Nach Einschätzung der Experten werden vor allem viele Stadtwerke – und damit überdurchschnittlich viele Grundversorger – aber auch einige deutschlandweite Gasanbieter Alles lesen