Steigende Gaspreise betreffen jetzt schon rund 2,1 Millionen HaushalteNachdem in den letzten Wochen schon viele Stromanbieter Preissteigerungen angekündigt hatten, ziehen jetzt auch die Gasanbieter nach. So planen bereits 104 Gasversorger, zum Jahreswechsel die Preise zu erhöhen.

Zu den Unternehmen, die Gaspreiserhöhungen planen, gehören auch große Grundversorger wie zum Beispiel die E.ON Thüringer Energie AG. Dadurch betreffen die angekündigeten Erhöhungen jetzt schon rund 2,1 Millionen Haushalte. Und die Preissteigerungen sind teilweise drastisch: Das Verbraucherportal CHECK24 hat errechnet, dass ein durchschnittlicher vierköpfiger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 20.000 kWh in Zukunft rund sechs Prozent mehr bezahlen muss – das wären 90 Euro. Bei einigen Versorgern betragen die Preissteigerungen in der Spitze sogar bis zu 16 Prozent, das wären rund 230 Euro jährlich.

Aber ganz im Gegensatz zur Strompreisentwicklung gibt es bei den Gaspreisen auch einen gegenläufigen Trend, von dem Verbraucher profitieren können: Bisher haben mindestens 14 Gasversorger angekündigt, dass sie die Preise zum neuen Jahr senken werden. Isabel Wendorff vom unabhängigen Vergleichsportal CHECK24.de erklärt, wie es zu dieser Entwicklung kommt: „Neben den gestiegenen Netznutzungs-Gebühren spielt auch eine geschickte Einkaufsstrategie der Versorger bei der Bildung des Gaspreises eine wichtige Rolle. Um den Preiserhöhungen zu entgehen, sollten Verbraucher in einen Tarif mit Preisgarantie wechseln. Dadurch sind bis zu 500 Euro Ersparnis möglich“.

Alle Verbraucher, ihren Anbieter wechseln möchten, sollten einige Dinge beachten, damit der Wechsel kein „Reinfall“ wird. Deshalb sollte nicht nur der Preis, sondern auch die Vertragslaufzeit (am besten nur 12 Monate) und die Preisgarantie (wenn möglich über die gesamte Laufzeit) bei der Entscheidung eine Rolle spielen. In guten Online-Tarifrechnern werden darüber hinaus auch die vorhandenen Kundenbewertungen angezeigt, die ebenfalls die Entscheidung erleichtern können.