Für September und Oktober haben bisher schon insgesamt 49 Grundversorger Preiserhöhungen angekündigt. Damit müssen ab diesem Herbst rund 2,8 Millionen Haushalte mehr für ihr Gas bezahlen. Und die Steigerungen sind happig: In bestimmten Fällen beträgt die Preissteigerung bis zu 13 Prozent – eine Familie mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 kWh muss damit rund 174 Euro mehr bezahlen.

Für die allermeisten Kunden beträgt steigen der Preise um circa sechs Prozent. Umgerechnet auf einen jährlichen Verbrauch von rund 20.000 kWh bedeutet dies für einen Vier-Personen-Haushalt eine Erhöhung um 87 Euro. Bei den 49 Anbietern, die bisher Preisänderungen angekündigt haben, sind etwa 2,8 Millionen Haushalte betroffen. Dabei könnten die Anbieter von den derzeit sehr günstigen Marktbedingungn profitieren. Zum einen sorgt die gute Versorgungslage für niedrige Gaspreise, und auch die seit 2010 weggefallene Ölpreisbindung gibt den Anbietern die Freiheit, langfriste Lieferverträge zu guten Konditionen abzuschliessen.

Das es auch anders geht, und Preiserhöhungen nicht zwingend notwendig sind, beweisen immerhin sieben Grundversorger: Hier sinken ab Herbst die Preise um bis zu elf Prozent. Damit kann eine vierköpfige Familie im besten Fall bis zu 177 Euro im Jahr sparen. Im Durchschnitt werden die Preise um rund 7 Prozent fallen.

Das Verbraucherportal CHECK24 hat ermittelt, das Gaspreise in der Grundversorgung seit 2010 kontinuierlich gestiegen sind. Auffällig ist, dass vile alternative Anbieter im gleichen Zeitraum deutlich weniger an der Preisschraube drehten: Hier stiegen die Gaspreise um durchschnittlich ein Prozent, und seit November 2011 fielen ihre Preise sogar um sieben Prozent.

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